MP3 Player günstig online kaufen

Mp3 Player kaufen, download und test

Samba und Politik

  • Samba-Enredo ist der Karnevalssamba schlechthin und wird von den großen Sambaschulen in Rio de Janeiro, São Paulo und Recife beim Karneval mit Gesang vorgetragen. Kennzeichen: laut, schnell, hochgestimmte Instrumente: Surdo, Repinique, Caixa (Snare), Tamborim, Agogô, Chocalho (Shaker), Cavaquinho, Cuica, Maracas, Apito)
  • Samba-Batucada wird ähnlich gespielt wie der Samba-Enredo, aber ohne Gesang, meist mit rund 10 bis 20 Musikern
  • Pagode wird mit kleiner und leiserer Besetzung gespielt, dazu wird in einer Runde gesungen. Typische Instrumente sind Surdo de mão (Tantan, Rebolo), Repique de mão, Pandeiro, Tamborim, Cavaquinho
  • Samba Canção ist die meist langsamere Lied-Variante des Samba
  • Bossa Nova ist zwar vom Samba beeinflusst, zählt aber weniger zu den Samba-Stilen, weil es sich aus dem ursprünglichen Samba weiter entwickelt hat
  • Samba-Funk (moderne Richtung, z. B. Funk'n Lata)
  • Samba de Caboclo ist eine ländliche Spielart, die hauptsächlich auf Atabaques gespielt wird
  • Samba de Roda ist ebenfalls ländliche Spielart und gleichzeitig ein Rundtanz (roda: Runde)
  • Samba-Reggae entwickelte sich in Salvador da Bahia aus der dortigen Samba-Tradition und Reggae-Einflüssen (z. B. Olodum, Timbalada, Ilê Aiyê) und wird meistens nicht mehr zu den Samba-Stilen gerechnet

In den 1970ern entwickelten sich in den ärmsten Stadtteilen von Salvador da Bahia (Brasilien) „Afro Block“-Trommelgruppen. Bands wie Ilé Ayé und Olodum gründeten sich als politischer Ausdruck von schwarzem Selbstbewusstsein, als Widerstandsform gegen zunehmenden ökonomischen Ausschluss. „Afro Blocks“ hatten eine mobilisierende Funktion bei Streiks, Kundgebungen und Demonstrationen.

Samba-Bands nehmen auch heute häufig teil an politischen Demonstrationen, wie die Gruppen aus dem weltweiten antikapitalistischen Rhythms of Resistance Netzwerk.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Samba (Musik) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.