Die Website von Last.fm bietet zahlreiche Daten-Feeds in mehreren Formaten (derzeit eigene XML-Formate, RSS, Klartext und XSPF). Auf diese Art ist es für Entwickler von Programmen und Websites sehr einfach möglich, auf die Informationen von Last.fm zuzugreifen. Für eine vereinfachte Nutzung der Last.fm-Dienste steht des Weiteren die Audioscrobbler Web Services API zur Verfügung. Die Webdienste von Last.fm können, wenn nicht anders angegeben, im Rahmen der Creative-Commons-Lizenz by-nc-sa in Anspruch genommen werden.
Die Website selbst bietet zur Wiedergabe der Last.fm-Radiostreams sowohl einen integrierten Flash-Player als auch die Wiedergabe über externe Applikationen über ein eigenes URL-Protokoll (lastfm://) an.
Der Last.fm-Player ist ein Client-Programm für die Dienste von Last.fm und dient gleichzeitig als Referenzimplementierung der verfügbaren Schnittstellen. Eine intuitive Oberfläche erlaubt eine komfortable Verwendung der Radiostreams und zahlreicher Dienste der Website, ohne dass hierfür der Webbrowser geöffnet sein muss.
Da der Player in C++ programmiert ist und das Qt-Framework verwendet, ist er für sehr viele Betriebssysteme verfügbar.
In der Open-Source-Szene hat sich in der jüngeren Vergangenheit ein Trend hin zur Integration von Last.fm in Multimedia-Programme gezeigt. Mehrere namhafte Projekte nutzen bereits in großem Umfang die Dienste von Last.fm oder beabsichtigen eine derartige Integration in näherer Zukunft.
- Amarok: Das erste Abspielprogramm mit umfangreicher Last.fm-Unterstützung. Das Programm ermöglicht nicht nur die Wiedergabe von Last.fm-Radio und Übermittlung gespielter Stücke, sondern verwendet darüber hinaus auch in großem Ausmaß Informationen von Last.fm, beispielsweise zur Anzeige von ähnlichen Interpreten, Bewertungen etc. Das Amarok-Projekt plant, diese Unterstützung in Zukunft noch weiter zu verbessern. Zur Vermeidung von „unbekannten“ Künstlern unterstützt Amarok die Musikdatenbank MusicBrainz.
- aTunes: Bietet Übermittlung gespielter Stücke an und zeigt weitere Last.fm-Informationen zu Songtitel, Album und Künstler an.
- Banshee: Bietet eine umfangreiche Integration der Funktionen von Last.fm. Eine Unterstützung der Radio-Streams ist seit Version 0.13.2 als Plugin integriert.
- BMPx: Bietet eine sehr umfangreiche Integration der Funktionen und unterstützt Radio-Streams.
- exaile
- MediaPortal: Media-Center-Anwendung mit Last.fm-Unterstützung.
- Rhythmbox
- Spotify: Scrobbelt (übermittelt) gespielte Stücke an den persönlichen Last.fm-Account.
- Vagalume: Ein ursprünglich für die Maemo-Plattform für mobile Endgeräte entwickelter Last.fm-Player, der auch für GNOME weiterentwickelt wird.
- Auch das offizielle Abspielprogramm, der Last.fm-Player, ist freie Software im Sinne der GPL.
- AlbumPlayer: Unterstützt die Radiostreams, Empfehlungen und das Übermitteln gespielter Stücke.
- MP3Toys: Unterstützt die Radiostreams, Empfehlungen und das Übermitteln gespielter Stücke.
Es sind für nahezu alle verbreiteten Abspielprogramme Last.fm-Plugins mit mehr oder weniger großem Funktionsumfang verfügbar. Der Radiostream wird derzeit nur von sehr wenigen Plugins unterstützt.
Abspielprogramme, für die Plugins verfügbar sind:
- Amarok
- Audacious
- AIMP
- cmus
- foobar2000
- iTunes (sowie iPod und iPhone)
- JetAudio
- MediaMonkey
- Music Player Daemon
- MusikCube
- Noatun
- Songbird
- Spotify
- QCD
- Quod Libet
- Winamp
- Windows Media Player
- XMMS und XMMS2
- VLC media player (seit Version 0.9.0 fester Bestandteil des Players)
Es gibt mehrere Programme, die den Last.fm-Radiostream konvertieren. Diese fungieren ihrerseits als HTTP-Streamingserver, und ermöglichen es daher, das Last.fm-Radio mit nahezu jedem Streaming-kompatiblen Player abzuspielen. Zu diesen zählen unter anderem MyLastFM oder LastFMProxy.
Dies ist zum Beispiel mit den freien Programmen TheLastRipper , LastSharp und LFMPlayer möglich, für die (ursprünglichen) Abspielprogramme Last-Exit und Vagalume existieren Patches, womit dies möglich ist. Das sogenannte Rippen wird jedoch insbesondere nach einer Anmeldung in den Nutzungsbedingungen von last.fm nicht genehmigt, stellt aber keine strafbare Handlung im Sinne des Urheberrechts dar.
Es besteht auch die Möglichkeit, den Last.fm-Dienst kostenpflichtig zu abonnieren. Als Gegenleistung erhält der Abonnent eine werbefreie Oberfläche, priorisierte Radiostreams sowie verschiedene weitere personalisierte Radios. Zurzeit (Stand: Januar 2009) kostet dieser Service 2,50 Euro pro Monat.